Bartgeier (Gypaetus barbatus)

Vorkommen
Europa, Afrika, Asien

Gehege

Lageplan:

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der aufgrund eines Irrglaubens als Lämmermörder verschriene Bartgeier im Alpenraum durch Jagd und Vergiftung ausgerottet. 1978 wurde unter maßgeblicher Beteiligung der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) ein Wiederansiedlungsprojekt ins Leben gerufen. Dieses Projekt konzentrierte sich auf die Ansiedlung von Nachzuchtvögeln, die im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms (EEP) in über 30 Zoos und Zuchtzentren nachgezüchtet wurden. 1986 konnten die ersten Vögel ausgewildert werden, 1997 schlüpfte das erste Küken der ausgewilderten Vögel. Nach wie vor werden die Bestände in dem 100.000 km² umfassenden Projektgebiet überwacht. Das von der ZGF substanziell finanzierte Bartgeierprojekt ist eines der größten, sorgfältigsten, längsten und erfolgreichsten Wiederansiedlungsprojekte in der Geschichte des Naturschutzes.

Systematik

Klasse
Vögel
Ordnung
Greifvögel
Familie
Habichtartige

Merkmale

Beschreibung
Namensgebend sind die auffälligen schwarzen borstenartigen Federn über dem Schnabel. Die Augen sind von einem roten Ring umgeben.
Verbreitung
Afrika, Südeuropa und Süwest- bis Zentralasien (räumlich voneinander getrennte Populationen)
Lebensraum
Alpine und montane Bergregionen, oberhalb der Baumgrenze
Lebensweise
Bartgeier leben paarweise. Jungvögel ziehen weit umher, kehren jedoch nach der Geschlechtsreife in die Nähe ihres Schlupfortes zurück. Sie sind geschickte Flieger, was sie während der Balz am deutlichsten zeigen.
Überwiegend ernähren sich die Bartgeier von Knochen, teilweise auch von Aas und Fleisch, z.B. von Nagern, Vögeln oder Reptilien.
Fortpflanzung
Die Horste dieser Vögel befinden sich in Felsnischen und können bis zu 3 m breit und 2 m hoch sein. Sie werden von einem Paar immer wieder genutzt.
Jungenaufzucht
Das Weibchen legt 2 Eier, die im Abstand von ca. 5 Tagen schlüpfen. Jedoch wird nur ein Jungtier, zumeist das zuerst geschlüpfte, aufgezogen.
Besonderheiten zur Tierart
Die Intensität der roten Farbe um die Augen des Bartgeier spiegelt seine Stimmung wider: Je erregter er ist, desto leuchtender ist das Rot.

Große Knochen lässt der Bartgeier aus der Höhe und, wenn nötig, oftmals wiederholt auf Felsplatten, sogenannte „Knochenschmieden“, fallen, bis sie in kleinere Stücke zerbrechen.
Bedrohung
Vergiftung, Hochspannungsmasten und Wilderei stellen für den Bartgeier eine Bedrohung dar.

Rote Liste Status: LC- nicht gefährdet
Dies bezieht sich auf die globale Verbreitung - in manchen Regionen (Alpen) war und in anderen ist der Bartgeier ausgestorben.
In den Alpen war der Bartgeier Anfang des 20. Jahrhunderts ausgerottet, dank Wiederansiedlungsprojekten gibt es ihn dort wieder.

Paten

Patenschaftsbeitrag
2.200 Euro/Jahr, wovon 200 Euro an die ZGF zur Förderung des Bartgeierprojektes gehen

Tierhaltung

Zuchtprogramme
EEP seit 1986
Zoo Frankfurt – Bernhard-Grzimek-Allee 1 – 60316 Frankfurt am Main Info-Line: +49 (0)69 - 212 337 35 - info.zoo@@stadt-frankfurt.de