Gelbrückenducker (Cephalophus silvicultor)

Lageplan:

Gelbrückenducker leben alleine oder als monogame Paare und sind ausgesprochen territorial. Ihre Reviergrenzen markieren sie mit einem Sekret aus Drüsen im Kopfbereich. Sie sind überwiegend nachtaktiv und verbringen den Tag in regelmäßig genutzten „Betten“ unter umgestürzten Bäumen, Höhlen, unter Baumwurzeln oder in dichtem Buschwerk. 

Systematik

Ordnung
Paarhufer
Familie
Hornträger

Merkmale

Beschreibung
Gelbrückenducker gehören mit etwa 50 kg Gewicht zu den größten Duckerarten und sind auch als Riesenducker bekannt.
Um sich besonders schnell vor Fressfeinden im Dickicht verstecken zu können, zeigen sie eine spezielle Anpassung: Ihre Vorderbeine sind kürzer als ihre Hinterbeine, sodass sie automatisch eine geduckte Haltung einnehmen. Gelbrückenducker haben ein dunkles bis grau-braunes Fell. Ihren Namen verdanken sie dem auffälligen, gelb-braunen Fleck auf ihrem Rücken.
Im Zoo können Gelbrückenducker bis zu 22 Jahre alt werden.
Verbreitung
West-Afrika
Lebensraum
Dicht bewaldete Gebiete, aber auch Strauchsavannen und Baumsavannen
Lebensweise
Gelbrückenducker sind einzelgängerisch oder leben paarweise.
Hauptsächlich ernähren sich die Gelbrückenducker von Früchten und Samen.
Fortpflanzung
Die Paarung kann ganzjährig stattfinden. Nach einer Tragzeit von bis zu 7 Monaten wird ein Jungtier geboren.
Besonderheiten zur Tierart
In manchen Teilen seiner afrikanischen Heimat galt der Gelbrückenducker früher als unheilvolles Fabeltier. Er war dadurch streng tabu und galt in manchen Gegenden sogar als nicht essbar. Das schützte den Bestand lange Zeit.
Bedrohung
Gelbrückenducker gelten laut IUCN als potentiell gefährdet, da das Verbreitungsgebiet zunehmend schrumpft und fragmentiert wird und der Bestandstrend nach unten zeigt.
Zoo Frankfurt – Bernhard-Grzimek-Allee 1 – 60316 Frankfurt am Main Info-Line: +49 (0)69 - 212 337 35 - info.zoo@@stadt-frankfurt.de