Waldhund (Speothos venaticus)

Vorkommen
Südamerika

Gehege

Lageplan:

Merkmale

Beschreibung
Waldhunde sind kleine Wildhunde mit einer Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 74 cm und einem verhältnismäßig kurzen Schwanz. Ausgewachsen wiegen die Tiere vier bis sieben Kilogramm. Der Kopf ist klein und kurzohrig, die Gestalt dachsähnlich, gedrungen, mit kurzen Beinen. Das Fell ist kurz und dicht, rötlich-braun, an Kopf und Hals heller, an Beinen und Schwanz dunkler.
Verbreitung
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Waldhunde erstreckt sich über die gesamte Nordhälfte Südamerikas. Trotz des sehr großen Verbreitungsgebietes sind Waldhunde im Freiland selten.
Lebensraum
Der Lebensraum sind Savannen, Waldränder und Galeriewälder. Waldhunde sind an das Wasser gebunden und kommen stets in der Nähe von Flüssen und Seen vor.
Lebensweise
Wie viele hundeartige leben Waldhunde in Rudeln. Ein Waldhundrudel besteht aus bis zu zehn Tieren, die von einem Alpha-Paar angeführt werden. Diese Rudel jagen gemeinsam. Dabei wird ein Beutetier oft von einigen Mitgliedern des Rudels in die Richtung von anderen gejagt. Waldhunde sind tag- und dämmerungsaktiv und übernachten in Bauen, die von Gürteltieren oder Ameisenbären angelegt wurden. Wenn diese nicht zur Verfügung stehen, ruhen sie auch unter Baumstämmen und Felsen.
Waldhunde sind Fleischfresser. Die häufigsten Beutetiere sind kleine Nagetiere, aber auch Capybaras. In Rudeln machen Waldhunde gelegentlich sogar Jagd auf ausgewachsene Tapire.
Fortpflanzung
Waldhunde haben eine Tragzeit von 65 bis 83 Tagen, nach der drei bis sechs Welpen geboren werden.
Jungenaufzucht
Der Rüde beteiligt sich intensiv an der Aufzucht.
Besonderheiten zur Tierart
Eine Besonderheit der Waldhunde sind Schwimmhäute zwischen den Zehen. Sie haben sich als Anpassung an den sumpfigen Lebensraum der Tiere an den Ufern von Seen und Flüssen in den Wäldern Südamerikas entwickelt.
Bedrohung
Laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gelten Waldhunde als potenziell gefährdet. Größere Beutegreifer wie der Puma, aber vor allem der Mensch, sind ihre natürlichen Feinde.

Paten

Unsere Tierpaten
Dr. Elisabeth Koblenz
Patenschaftsbeitrag
150 Euro/Jahr

Tierhaltung

Zuchtprogramme
Bis 2010 wurde das Internationale Zuchtbuch (ISB) am Zoo Frankfurt geführt. Dieser koordinierte von 1989–2010 auch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm.
Zoo Frankfurt – Bernhard-Grzimek-Allee 1 – 60316 Frankfurt am Main Info-Line: +49 (0)69 - 212 337 35 - info.zoo@@stadt-frankfurt.de