Dr. Ludwig Wunderlich

geboren 15. Februar 1859 Köln

gestorben Oktober 1939 Köln

 

Zoodirektor

von 2. Januar 1885 bis 1. Juni 1888

 

Persönliches und Werdegang:

Dr. Wunderlich erwarb seine tiergärtnerischen Kenntnisse in Pinkert’s Zoologischem Garten in Leipzig, im Zoologischen Garten in Köln und im Berliner Zoo.

In Frankfurt fühlte er sich nicht wohl, weshalb er sich 1888 um die Zoodirektorenstelle in Köln bewarb und gewählt wurde.

 

Wirken im Zoo:

Durch den engen finanziellen Spielraum und die Kompetenztrennung in Wissen­schaftlichen Direktor und Verwaltungsdirektor waren die Wirkungsmöglichkeiten von Dr. Wunderlich stark eingeschränkt. Notwendige Erneuerungsarbeiten an den Tier­häusern nutzte er zu Haltungsverbesserungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war die Vermittlung von naturkundlichem Wissen, das über die bloße Darstellung der Formen­vielfalt hinausging. Beispielsweise brachte er Seehunde und Wasservögel ins Aquarium, damit die Besucher die Tiere auch unter Wasser beobachten konnten. Außerdem ließ er im Aquarium die Becken verkleinern und einige weitere Änderungen vornehmen, die es unter anderem ermöglichten, Quallen zu zeigen.

Das Bestreben, zumindest die Präriehunde statt in Kleinkäfigen verhaltensgerecht in einem Freigehege mit Grabmöglichkeiten unterzubringen, fand nicht bei allen Zoo­besuchern und  Fachkollegen Anklang, weil dadurch die Präriehunde nicht mehr ständig zu sehen waren. Außerdem baute Dr. Wunderlich zahlreiche Zuchtgruppen auf, deren Erfolge ihm etwas finanziellen Spielraum verschaffte, denn zum einen lockten die Jungtiere mehr Besucher in einen Zoo und zum anderen konnten die Nachzuchten verkauft werden.

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