Dr. Georg Steinbacher

 

geboren 18. September 1910 in Berlin

gestorben 25. Mai 1979

 

 Zoodirektor

 von 01. April 1938 bis 11. September 1945

 

Persönliches und Werdegang:

Bereits als Schüler galt Steinbacher als hervorragender Kenner der Vogelwelt, daneben entwickelte er Interesse für die Tiergärtnerei. Nach seinem Studium der Naturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Vogelkunde arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Zoo Berlin.

Während des 2. Weltkrieges wurde Dr. Steinbacher trotz seiner Tätigkeit als Zoodirektor eingezogen und schwer verletzt. Am 11.09.1945 wurde er aus dem Lazarett entlassen, gleichzeitig schied er offiziell aus dem Dienst bei der Stadt Frankfurt aus. Nach seiner Genesung arbeitete er für einige Zeit im Zoo Köln, bevor er den Tierpark Augsburg übernahm.

 

Wirken im Zoo:

Im Rahmen des 1936 beschlossenen Sanierungskonzeptes für den Zoologischen Garten konnten in seinen ersten Jahren mehrere richtungweisende Tieranlagen gebaut werden, wobei Dr. Steinbacher auf die Vergrößerung der Außenanlagen Wert legte. Entsprechend seinem großen Interesse für Vögel legte er sein Hauptaugenmerk auf Änderungen in der Vogelhaltung. Die Vögel sollten so präsentiert werden, dass sie die Besucher durch ihre Farbenpracht fesselten, was voraussetzte, dass die Vögel ständig gut zu sehen waren. Deshalb ließ er Pflanzen und ähnliche Käfigeinrichtungen entfernen, was zugleich die Arbeit in den Vogelkäfigen erleichterte. Im Unterschied zu Dr. Priemel war er der Meinung, dass Tiere in ihre Käfige gehörten, und verbot den Tierpflegern, diese herauszunehmen. Dr. Priemel legte dagegen Wert auf den persönlichen Umgang mit dem Tier und befürwortete es, wenn die Tiere auch außerhalb ihrer Käfige unter Aufsicht herumliefen, was auch bei den Besuchern gut ankam. 

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