Gundi oder Kammfinger (Ctenodactylus gundi)

Lageplan:

Systematik

Klasse
Säugetiere
Ordnung
Nagetiere
Familie
Gundi oder Kammfinger

Merkmale

Beschreibung
Die etwa Meerschweinchen-großen Nagetiere leben tagaktiv und sind sehr agil. Ihre Füße haben an der Unterseite elastische, kissenförmige Sohlenballen und verfügen über scharfe, kräftige Krallen. Diese ermöglichen es den Tieren, kleinste Unebenheiten in den Steinen zu nutzen und in Felswänden geschickt und flink zu klettern. An den beiden Innenzehen der Hinterfüße befinden sich die namensgebenden Borstenkämme (griechisch ktenos = Kamm, daktylus = Finger), mit deren Hilfe sie ihr Fell ausgiebig pflegen. Außerdem benötigen Gundis offenbar nur extrem wenig Wasser – eine weitere Anpassung an den sehr trockenen Lebensraum.
Verbreitung
Afrika, Marokko, Tunesien
Lebensraum
Gundis kommen am Rand der Sahara in Felsenregionen bis auf 2300 m Höhe vor.
Lebensweise
Gundis graben keine Bauten und bauen keine Nester, wie es viele andere Nagetiere tun, sondern suchen Schutz in natürlichen Felsspalten. Dort leben sie in Familienverbänden, die in der Regel von 3 bis 11 adulten Tieren gebildet werden. Diese Gruppen nehmen in der Natur ein Revier von bis zu 25 ha ein, das sie vehement gegen fremde Artgenossen verteidigen.
Gundis ernähren sich rein pflanzlich.
Fortpflanzung
2 bis 4 Junge, in menschlicher Obhut bis zwei Würfe pro Jahr, im Freiland nur ein Wurf
Besonderheiten zur Tierart
An den beiden Innenzehen der Hinterfüße befinden sich Borstenkämme (griechisch ktenos = Kamm, daktylus = Finger), mit deren Hilfe sie ihr Fell ausgiebig pflegen. Dieser Besonderheit verdanken die Gundis auch ihren Namen "Kammfinger".
Die Aktivitätszeiten der Tiere sind sehr stark an die Umgebungstemperatur gebunden. Während der größten Mittagshitze ziehen sie sich in den Schatten zurück. Futter suchen sie in den kühleren Morgen- bzw. Abendstunden. Gundis können sich sehr platt machen, um auch in die kleinsten Spalten zu passen, und dabei trotzdem ihre Jungen säugen, da die Zitzen der Weibchen seitlich am Körper liegen.

Paten

Unsere Tierpaten
Michelle Albert
Cornelia Albrecht
Denise Bamberger
Ellen & Thomas Bissinger
Christine Brückner
Svea und Jana Dillenburger
EDS Abi Jahrgang 2017 Bio LK & Tutoriat Dahlhausen
Nora Foerst
Gundi Fritz
Heidemarie & James Wiley Garrison
Hannelore und Manfred Geisler
Lucia Götz
Nina Gundula Hafeneger
Ulrike Horn
Sabine Jepsen
Alexandra Kauss
Doris Kösterke-Zerbe
Uschi Koller
Peter Kronenberger
Dr. Ulrich Lampe
Leonie Ley
Ingrid und Sven Metzler
S. P. Müller
Renate Münkel
Helga Penndorf
Greta Pohlmann
Gundis Reutter
Fanthy Alim Paul Tebati
Tobias Tronser
Konstantin Weiß
Julia Weyland
Renate Wilhelmi
Mia Wirth
Patenschaftsbeitrag
50,00 Euro/Jahr

Tierhaltung

Besonderheiten
In menschlicher Obhut werden Gundis bisher nur sehr selten gehalten. Momentan kann man sie weltweit lediglich in 10 Zoos sehen.
Zoo Frankfurt – Bernhard-Grzimek-Allee 1 – 60316 Frankfurt am Main Info-Line: +49 (0)69 - 212 337 35 - info.zoo@@stadt-frankfurt.de