Nandu, Darwin- (Pterocnemia pennata )

Vorkommen
Südamerika

Lageplan:

Systematik

Klasse
Vögel
Ordnung
Laufvögel
Familie
Nandus

Merkmale

Beschreibung
Darwin-Nandus werden von 90 cm bis zu 100 cm groß und erreichen ein Gewicht von bis zu 25 kg, kleinere Exemplare nur 15 kg. Sie sind wesentlich kleiner als Strauße, bei denen Männchen häufig 3 m groß werden. Das Federkleid bedeckt den Körper von Kopf bis zu den vorderen Fußwurzeln. Die Federn der Weibchen sind generell etwas kontrastloser, und sie haben weniger und kleinere weiße Flecken auf dem Rücken. Die Jungtiere weisen eine stärkere Braunfärbung ohne weiße Flecken auf. Das typische adulte Gefieder entwickelt sich erst nach drei bis vier Jahren.
Verbreitung
Patagonien, Argentinien, S-Peru, SW-Bolivien, Chile
Lebensraum
Hochland-Sümpfe, Hochwüsten in 3500 bis 4000 m Höhe, Steppen- und Buschland
Die omnivoren Darwin-Nandus fressen häufig mit gesenktem Kopf in Gemeinschaft mit Lamas, Guanakos oder Vikunjas und laufen langsam voran, während sie Futter vom Boden picken. Sie ernähren sich hauptsächlich von pflanzlichen Materialien, von Samen und Gräsern, sowie kleinen Tieren, vor allem Insekten.
Fortpflanzung
Die Brutzeit ist ortsabhängig und erstreckt sich von September bis Januar. Männliche Darwin-Nandus sind polygam und scharen in ihrem Revier möglichst viele Hennen um sich. Nach der Paarung führt der Hahn die Hennen zu einem Nest, das in den Boden gescharrt und mit trockenem Gras und Zweigen ausgekleidet ist. Das Nest hat eine Größe von ca. 1 m und eine Tiefe von 12 cm und ist häufig zwischen Büschen versteckt. Zwei bis drei Meter um das Nest herum entfernt das Männchen die Sträucher, wahrscheinlich um das Nest vor sich ausbreitendem Feuer zu schützen. Die Weibchen legen nach und nach, jeweils im Abstand von zwei bis drei Tagen, die Eier in das Nest und entfernen sich als Gruppe. Nach der Eiablagephase ziehen die Weibchen weiter und paaren sich mit anderen männlichen Darwin-Nandus. Dieses besondere Paarungssystem wird in der Zoologie auch als simultane Polygynie (gleichzeitige Vielweiberei) verbunden mit sukzessiver Polyandrie (aufeinander folgende Vielmännerei) bezeichnet. Während der Brutphase durchlaufen die Weibchen mehrere Male diesen Prozess. Aus diesem Grund sind die Männchen mit der Inkubation (ca. 40 Tage) und Aufzucht der Jungtiere auf sich allein gestellt. Insgesamt befinden sich pro Nest ca. 10-30 Eier, in Ausnahmefällen sogar bis zu 80 Eier. Die Tiere erreichen nach etwa drei Jahren die Geschlechtsreife.
Besonderheiten zur Tierart
Mit ihren großen und kräftigen Füßen mit drei Zehen erreichen sie Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h. Ihre Flügel sind proportional größer als die anderer Laufvögel und dienen der Manövrierfähigkeit der Tiere beim schnellen Laufen, da sie keine Steuerfedern besitzen. An jedem Flügel befindet sich eine Klaue, die als effektive Waffe dienen kann. Zudem sind Darwin-Nandus erstaunlich gute Schwimmer und können sogar Flüsse überqueren.
Bedrohung
Rote Liste Status: LC- nicht gefährdet

Paten

Unsere Tierpaten
Heidi Kreuzer
Patenschaftsbeitrag
150 Euro/Jahr
Zoo Frankfurt – Bernhard-Grzimek-Allee 1 – 60316 Frankfurt am Main Info-Line: +49 (0)69 - 212 337 35 - info.zoo@@stadt-frankfurt.de