Flusspferd (Hippopotamus amphibius)

Gehege

Lageplan:

Auch in menschlicher Obhut markieren Flusspferde ihr Territorium, indem sie Kot im Wasser mit dem Schwanz verteilen. Deshalb wirkt das Wasser im Flusspferdbecken immer schmutzig, obwohl es täglich gereinigt wird.

Systematik

Klasse
Säugetiere
Ordnung
Paarhufer
Familie
Flusspferde

Merkmale

Beschreibung
Flusspferde können bis 4,5 Meter lang und 3 Tonnen schwer werden. Der Schwanz ist flach und muskulös mit kleiner Schwanzquaste. Sie dient dem Verteilen des Kots im Wasser und an Land. Die Augen, Ohren und verschließbaren Nasenlöcher befinden sich auf einer Ebene auf Erhebungen des Schädels, so dass die Tiere, wenn sie im Wasser sind, atmen und sich orientieren können, wenn sie den Kopf nur wenig über die Wasseroberfläche schieben.
Beim Tauchen werden Nasen und Ohren verschlossen. Die Eckzähne im Unter- und Oberkiefer haben sich zu riesigen Hauern herausgebildet. Die Eckzähne können eine Länge von 50 cm erreichen. Die Kiefer lassen sich bis zu 150° weit öffnen.
Auch wenn die Flusspferde mit zu den Dickhäutern zählen ist dies falsch. Die Haut des amphibischen Säugers besteht aus einer dünnen Außenschicht (Epidermis), die leicht austrocknet und empfindlich gegenüber Insektenbissen ist. Sie wird trotz Schleim produzierender Drüsen schnell rissig, wenn sie nicht regelmäßig mit Wasser oder Schlamm benetzt wird.
Verbreitung
Südlich der Sahara
Lebensraum
Savannengebiete
Lebensweise
Flusspferde ruhen tagsüber in Gruppen von 10-30 Tieren im Wasser, an Flussufern und auf Sandbänken. Am Abend lösen sich die Gruppen auf und die Tiere suchen ihre Weidegründe auf, dabei werden immer die selben Wege benutzt, so dass richtige Wechsel entstehen. Flusspferde sind territorial, die Bullen markieren ihr Territorium mit Kot, den sie mit schnellen Bewegungen des seitlich abgeplatteten Schwanzes verteilen.
Gräser, Kräuter
Fortpflanzung
Nach einer Tragzeit von zirka 240 Tagen wird meistens im Wasser ein Jungtier geboren, das bereits 30 bis 50 kg wiegt.
Besonderheiten zur Tierart
Flusspferde leben zwar hauptsächlich im Wasser, dennoch sind es keine Schwimmer. Sie lassen sich vom Wasser tragen oder laufen vielmehr auf dem Grund.
Bedrohung
Lebensraumzerstörung, Bejagung

Rote Liste Status: VU - Gefährdet

Paten

Unsere Tierpaten
Petra Gockel
Patenschaftsbeitrag
3.000 Euro/Jahr

Tierhaltung

Besonderheiten
Flusspferde im Zoo sind langlebig und Publikumslieblinge. Bereits das erste Flusspferde, das im Frankfurter Zoo lebte, erreichte 46 Jahre und hieß Lieschen. Lieschen kam ungefähr zweijährig 1896 nach Frankfurt, überlebte die Hungerjahre nach dem 1. Weltkrieg und starb 1940.
Zuchtprogramme
EEP seit 2006
Zoo Frankfurt – Bernhard-Grzimek-Allee 1 – 60316 Frankfurt am Main Info-Line: +49 (0)69 - 212 337 35 - info.zoo@@stadt-frankfurt.de