Sichler (Ibis), Roter (Eudocimus ruber )

Vorkommen
Südamerika

Gehege

Lageplan:

Systematik

Klasse
Vögel
Ordnung
Schreitvögel
Familie
Ibisse und Löffler

Merkmale

Beschreibung
Wie der Name schon sagt, sind das Gefieder und die Beine der Roten Sichler scharlachrot gefärbt. Ausgenommen sind die körperfernen Enden der Handschwingen, die zu einem Drittel schwarz gefärbt sind. Nicht brütende, erwachsene Tiere sind an einem fleischrosanen oder rötlichen Schnabel zu erkennen. Jungvögel haben einen gestreiften oder gefleckten braun-weißen Kopf und Hals, sowie einen weißen Rumpf und untere Teile des Körpers; der obere Teil des Körpers ist wiederum grau-braun. Auf den weißen Stellen des Gefieders können rosa Fleckungen auftreten.
Verbreitung
NO-Brasiliens, vom Osten Ecuadors bis zum Norden Venezuelas, von den Guyanas und der Küste Brasiliens bis zum Amazonas-Delta
Lebensraum
Mangrovensümpfe, schlammige Meeresarme, gezeiten-abhängiges Schlickwatt; Frischwasser-Sümpfe, flache Seen, Abwasserteiche, Lagunen, geflutete Gebiete, Fischteiche und Reisfelder
hauptsächlich Krebstiere, Weichtiere (inkl. Schnecken), Insekten, kleine Fische und Würmer
Fortpflanzung
Die Roten Sichler nisten auf Inseln mit Mangroven, die sich häufig in der Nähe zu oder in Flussmündungen befinden. Alternativ nisten sie landeinwärts auf Bäumen und Büschen in der Nähe von Sumpfgebieten. Die Brutsaison ist, vor allem entlang der Küste, jahreszeiten-abhängig. Hauptsächlich findet sie während der Regenzeit statt. Dabei bilden sich teilweise sehr große Kolonien, die aus 50 bis 5000 Brutpaaren bestehen. Häufig brüten sie in Gemeinschaft mit anderen Ibissen und Reihern. Das Nest ist eine kleine Plattform aus Stöckchen, die sich in einer Höhe von bis zu 4,5 m befindet. Normalerweise werden zwei Eier gelegt, aus denen nach spätestens 21 Tagen Küken mit dichten, schwarzen Dunenfedern schlüpfen. Nach ungefähr 42 Tagen sind die Küken flügge.
Besonderheiten zur Tierart
Die rote Färbung des Gefieders ist keine Eigenproduktion des Vogels, sie ist folglich nicht genetisch veranlagt. Das bedeutet, dass der Vogel die Farbe in Form von Krustentieren aufnimmt, deren Panzer große Mengen an roten Farbstoffen (Karotinoiden) enthält. Wenn diese Krebse in der Nahrung fehlen, verliert der Rote Sichler seine Farbe. In Zoos werden dem Futter deshalb Karotinoide beigemischt, um die rote Farbe des Gefieders beizubehalten.
Bedrohung
Rote Liste Status: LC- nicht gefährdet

Paten

Unsere Tierpaten
Torsten Werner
Patenschaftsbeitrag
150 €/Jahr
Zoo Frankfurt – Bernhard-Grzimek-Allee 1 – 60316 Frankfurt am Main Info-Line: +49 (0)69 - 212 337 35 - info.zoo@@stadt-frankfurt.de