Orang-Utan, Sumatra (Pongo abelii)

Vorkommen
Asien

Lageplan:

Systematik

Klasse
Säugetiere
Ordnung
Herrentiere
Familie
Menschenaffen

Merkmale

Beschreibung
Orang-Utans erreichen eine Körpergröße von 110 bis 140 Zentimeter sowie ein Gewicht von 40 bis 90 Kilogramm. Weibchen bleiben mit bis zu 50 Kilogramm deutlich kleiner und leichter als Männchen. Vereinzelt können Männchen auch noch größer werden. Das Fell ist langhaarig und rötlichbraun bis orangebraune gefärbt. Die Arme sind länger als die Beine. Orang-Utans können leicht eine Armspannweite von über 200 Zentimeter erreichen. Erwachsene dominante Männchen zeichnen sich durch extreme Backenwülste aus, die aus Bindegewebe bestehen und seine Dominanz zum Ausdruck bringen. Ältere Männchen haben im Kinnbereich einen weißlichen Bart.
Verbreitung
Sumatra
Lebensraum
Orang-Utans leben in den Tieflandregenwäldern und in den Sümpfen des Flachlands.
Lebensweise
Orang-Utan kommt aus dem Malaiischen und bedeutet "Waldmensch". Obwohl die Tiere sowohl aufrecht als auch auf allen Vieren laufen können, verbringen sie doch den größten Teil ihres Lebens in den Wipfelregionen der Bäume. Die Orang-Utans leben im Gegensatz zu ihren afrikanischen Menschenaffenverwandten überwiegend einzelgängerisch. Wie viele Tiere in einem Gebiet leben, wird vor allem vom Nahrungsangebot bestimmt – selten sind es mehr als ein bis zwei Orang-Utans pro Quadratkilometer. Auch die Nächte verbringen die Orang-Utans in den Bäumen. Hierzu bauen sie sich in Astgabeln regelrechte Nester aus Zweigen und Blattwerk.
Die Lebenserwartung liegt bei ca. 60 Jahren.
Vor allem Früchte, aber auch Blätter, junge Rinde und Knospen
Fortpflanzung
Orang-Utans erreichen die Geschlechtsreife erst sehr spät. Unter den Menschenaffen haben Orang-Utans die längste Kindheit. Weibchen erreichen die Geschlechtsreife mit sechs bis acht Jahren, Männchen hingegen erst mit rund zehn Jahren.
Jungenaufzucht
Die ersten Wochen klammert es sich am Bauch der Mutter fest. Bereits nach einem Monat bekommt das Jungtier neben der Muttermilch einen vorgekauten Pflanzenbrei zugefüttert. Die vollständige Entwöhnung wird frühestens mit drei Jahren vollzogen.
Besonderheiten zur Tierart
In der Regel kommt es zur ersten Fortpflanzung ab dem zwölften bis fünfzehnten Lebensjahr. Während ihres Lebens bringt ein Weibchen meist nur drei bis vier Jungtiere zur Welt.
Bedrohung
Lebensraumzerstörung besonders für den Anbau von Palmölplantagen, Wilderei für den Tierhandel
Rote Liste Status: CR - vom Aussterben bedroht

In den letzten 75 Jahren schrumpfte die Population im Freiland um 80 %, da Jungtiere der Orang-Utans beliebte Haustiere sind. Orang-Utans bleiben bis zu ihrem 8. Lebensjahr bei ihrer Mutter, von der sie alles, was sie zum Überleben wissen müssen, lernen. Um an die Jungtiere heranzukommen, werden häufig die Mütter getötet.

Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt beteiligt sich an mehreren Schutzmaßnahmen. U. a. an einem Projekt auf Sumatra bei dem ehemals konfiszierte Tiere erfolgreich wieder ausgewildert werden. Mehr als 130 dieser vom Aussterben bedrohten Menschenaffen wurden seit 2002 in der Station der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt für ihr neues Leben in Freiheit trainiert und in den Wald entlassen; viermal gab es bereits Orang-Utan-Nachwuchs.

Paten

Unsere Tierpaten
Ursula Hess-Moeser und Dr. Ekkehard Moeser
Patenschaftsbeitrag
3.850 Euro/Jahr, davon gehen 350 Euro an die ZGF für Vorort-Schutzmaßnahmen

Tierhaltung

Besonderheiten
Seit 1877 gab es immer wieder Orang-Utans im Zoo Frankfurt, die erste Zoogeburt erfolgte am 29.07.1958 ebenfalls hier.
Zuchtprogramme
EEP seit 1989
Zoo Frankfurt – Bernhard-Grzimek-Allee 1 – 60316 Frankfurt am Main Info-Line: +49 (0)69 - 212 337 35 - info.zoo@@stadt-frankfurt.de