Kolkrabe (Corvus corax)

Vorkommen
Afrika, Asien, Europa, Nordamerika

Gehege

Lageplan:

Systematik

Klasse
Vögel
Ordnung
Sperlingsvögel
Familie
Rabenvögel

Merkmale

Beschreibung
Kolkraben erreichen eine Größe von bis zu 69 cm und ein maximales Gewicht von 2000 g und stellen damit die größten Vertreter der Familie der Rabenvögel (Corvidae) dar. Sie haben einen großen und kräftigen Schnabel mit Nasalborsten, die bis zur Hälfte den Schnabelrücken bedecken können. Ihr Gefieder ist schwarz mit einem grünlichen Schimmer an Kopf- und Schwanzfedern.
Verbreitung
nördliche Hemisphäre
Lebensraum
sehr anpassungsfähig; Wälder, Küsten, Steppen, Berge, Wüsten, Tundra und Klippenregionen
Lebensweise
monogam mit lebenslanger Paarbindung. Die Paare verteidigen gemeinsam ihr Revier.
opportunistische Aasfresser; lebt historisch in der Nähe von großen Carnivoren (Wölfen, Menschen)
Fortpflanzung
Die Brutphase ist ortsabhängig, beginnt jedoch häufig im späten Februar, wenn noch Schnee liegt. Der Nestbau kann bis zu drei Wochen dauern, und das Gebiet von bis zu 5 km um das Nest herum wird stark verteidigt. Kolkraben legen zwischen vier bis sechs Eier. Die Küken schlüpfen nach 20-25 Tagen und verbleiben bis zu sieben Wochen im Nest. Die Jungvögel verbringen noch einige Wochen mit ihren Eltern und verlassen spätestens im Spätsommer deren Revier.
Besonderheiten zur Tierart
Kolkraben weisen im Gefieder keinen Geschlechtsdimorphismus auf; allerdings sind die Weibchen kleiner als die Männchen. Wie alle Vertreter der Rabenvögel zählen Kolkraben zu den intelligentesten Vogelarten.

Im Tower of London werden permanent sieben Kolkraben gehalten, um großes Unheil zu vermeiden. Denn die Legende besagt, dass das britische Königreich untergeht, sollte der Tower einmal unbewacht von Raben sein.
Bedrohung
Rote Liste Status: LC- nicht gefährdet

In Westeuropa wurden Kolkraben vom 16. bis zum 19. Jahrhundert stark bejagt, da sie als Leichenplünderer und als Vorbote des Bösen gesehen wurden. Aus diesem Grund entstanden große Lücken innerhalb ihres Verbreitungsgebietes. Der Abschuss wurde in den meisten Teilen Europas stark reduziert (ausgenommen Island und Grönland). Außerdem wurden sie in Gebieten, wo sie ausgerottet worden waren, wieder angesiedelt. So findet man heute wieder Kolkraben in Teilen von Deutschland und den Niederlanden.

Paten

Unsere Tierpaten
Sandra & Thomas "Bart" Bauer
Sabine Junginger
Gernot Musch
Patenschaftsbeitrag
150 Euro/Jahr
Zoo Frankfurt – Bernhard-Grzimek-Allee 1 – 60316 Frankfurt am Main Info-Line: +49 (0)69 - 212 337 35 - info.zoo@@stadt-frankfurt.de