Menschen im Zoo

Seit 2008 ist Prof. Dr. Manfred Niekisch Direktor des Frankfurter Zoos. Der Biologe mit Schwerpunkt Zoologie hat seit 2010 außerdem die Professur für Internationalen Naturschutz an der Goethe-Universität Frankfurt inne.

In der Wissenschaftlichen Abteilung arbeiten drei Kuratoren und ihre Assistenten. Leiter der Wissenschaftlichen Abteilung und stellvertretender Zoodirektor ist seit September 2016 der Veterinär und Zooexperte Dr. Miguel Casares. Die Wissenschaftler sind verantwortlich für den Tierbestand des Zoos. Im Zoo sind sie die Schnittstelle zu den internationalen Erhaltungszucht-Programmen. Einige Zuchtbücher werden auch von den Frankfurter Kuratoren selbst geführt, so zum Beispiel das der Socorro Taube. Die Kuratoren sind auch verantwortlich für eine artgerechte Haltung der Tiere nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. 

Giraffe Jambo beim Wiegen

Zwei Veterinärinnen kümmern sich um kranke und verletzte Tiere sowie die Gesundheitsvorsorge. Patienten werden meistens in der Veterinärstation behandelt und wenn nötig in Quarantäne gehalten. Unsere Fachtierärztinnen versorgen gelegentlich auch vom Zoll beschlagnahmte Tiere und „blinde Tierpassagiere“ vom Frankfurter Flughafen. Wild- und Haustiere dürfen von unseren Zootierärztinnen aber leider nicht aufgenommen oder behandelt werden.

Damit ein Zoo funktioniert, bedarf es noch vieler weiterer Fachbereiche. Die Pädagogische Abteilung kümmert sich u. a. um die Führungen,  die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist zuständig für Veranstaltungen und die Kommunikation mit den verschiedenen Zielgruppen, die Verwaltung ist u. a. zuständig für Personal und Finanzen und die Betriebsabteilung ist verantwortlich für den Tierpflegebereich, die Handwerker und die Gärtner sowie für die Ausbildung und die Futterküche.

Die Leitung Tierpflege kümmert sich um die Diensteinteilung der Tierpfleger und überwacht die Abläufe im Tierpflege-Betrieb.

Robbenfütterung

Im Zoo Frankfurt gibt es neun Reviere:
Ukumariland, Grzimekhaus, Exotarium, Affenanlagen, Borgori-Wald, Afrikasavanne, Faust-Vogelhallen, Giraffenhaus und Huftierrevier. Jeweils eine Reviertierpflegerin/ein Reviertierpfleger ist zuständig für die Organisation und Durchführung aller Arbeitsabläufe im Revier. Unterstützt wird sie/er dabei von den Tierpflegerinnen und Tierpflegern. Unsere Tierpfleger haben vielfältige Aufgaben: Säubern und Einrichten der Anlagen, Futterzubereitung, Fütterungen, Tierbeschäftigung sowie die medizinische Versorgung der Tiere in Abstimmung mit den Zootierärztinnen.

Die Ausbildung zum Tierpfleger ist sehr vielseitig und umfasst alle Bereiche der modernen Tierhaltung, tiermedizinische Grundkenntnisse, Kenntnisse der Verhaltensbiologie und noch einiges mehr. Mehr Infos zum Beruf des Tierpflegers gibt es auf der Homepage des Berufsverbandes der Zootierpfleger unter www.zootierpflege.de.

Ein wichtiger Bestandteil unseres Betriebes ist die Futterküche: Alle Tiere im Zoo werden von der Futterküche auf dem Wirtschaftshof mit Futtermitteln versorgt. Der Arbeitstag in der Futterküche beginnt bereits um 5.00 Uhr morgens, damit das Futter pünktlich um 7.30 Uhr ausgeliefert werden kann. Einige Futtermittel müssen gekocht und die unterschiedlichen Futtermischungen für die Tiere mit den verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen vorbereitet und zusammengestellt werden. Da sich das Futterangebot und auch die Nahrungsansprüche der Tiere je nach Jahreszeit ändern, müssen die Mitarbeiter der Futterküche auch dies bei der Verteilung berücksichtigen.

Der Zoo hat eigene Werkstätten in denen Schlosser, Schreiner, Elektriker und Maler arbeiten. Hier werden u. a. Tiertransportkisten gebaut sowie Reparaturen und bauliche Maßnahmen durchgeführt. 

Um unsere parkähnlichen Anlagen zu pflegen, hat der Zoo auch eine eigene Gärtnerei. Die Gärtner kümmern sich um die Pflege von ca. 2,6 ha Grünfläche mit Wiesen, Bäumen, Hecken und Blumenbeeten, Wasserpflanzen und Sukkulenten. Dazu kommen noch die vielen vorwiegend tropischen Gewächse in den Tierhäusern. Um unansehnliche oder abgestorbene Pflanzen in den Gehegen und im Freiland durch neue ersetzen zu können, wird ein ausreichender Bestand in Gewächshäusern auf dem Wirtschaftshof herangezogen.

Zoo Frankfurt – Bernhard-Grzimek-Allee 1 – 60316 Frankfurt am Main Info-Line: +49 (0)69 - 212 337 35 - info.zoo@@stadt-frankfurt.de