31.10.16

Gruppenreise nach Amerika – der Zoo hat einen Großteil seiner Mantelpaviane an den Zoo von San Diego abgegeben

Am 27. Oktober ging es für 13 Frankfurter Mantelpaviane auf große Reise in die USA. Am Mittwoch, 2. November, wird ihnen eine Gruppe von sechs weiteren Tieren folgen. In ihrer neuen Heimat, dem Zoo von San Diego, werden die 19 Paviane eine neugebaute große Anlage beziehen. 13 Paviane bleiben in Frankfurt. Das interessante Sozialverhalten der beliebten Primaten kann man also weiterhin gut beobachten.

Mantelpaviane (Foto: Jutta Hof)

Seit Langem war der Umzug eines Teils der großen Frankfurter Pavian-Gruppe geplant. Doch zunächst musste die neue Anlage im Zoo von San Diego bezugsfertig sein. „Und dann“, so Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch, „ist so ein großer Tiertransport in die USA immer eine sehr zeitaufwändige logistische Herkulesaufgabe. Einreise- und Quarantänebestimmungen, die veterinärmedizinischen Untersuchungen, die Anforderungen an jede einzelne Transportkiste – bei einer so großen Anzahl von Tieren ist die Organisation des Transports ein Projekt von vielen Monaten Arbeit.“

Ebenso anspruchsvoll ist die Auswahl der Tiere. „Sowohl in der Gruppe, die in Frankfurt bleibt, als auch in der Gruppe, die nach Amerika umsiedelt, müssen die Tiere miteinander harmonieren. Es gilt bei der Zusammenstellung also soziale Bindungen und Charaktereigenschaften zu berücksichtigen. Aber auch die Altersstruktur und das Geschlechterverhältnis müssen jeweils ausgewogen sein. Nur mithilfe unserer Pfleger, die die Tiere seit Jahren bestens kennen, ist es möglich, funktionierende Gruppen zusammenzustellen“, erklärt Niekisch.

In San Diego stehen den Mantelpavianen zwei Außenanlagen mit insgesamt über 2.000 qm und eine Innenanlage mit 136 qm zur Verfügung. Da die klimatischen Bedingungen in Südkalifornien sehr gut für diese Primatenart sind, werden die Tiere allerdings ganzjährig draußen sein können. Doch bevor die Paviane ihr neues Reich beziehen können, müssen sie in den USA noch eine Quarantänezeit durchlaufen.

Die 13 Tiere – darunter ein wenige Tage altes Jungtier – die in Frankfurt bleiben, können sich auf ihrer Anlage nun wieder komfortabel ausbreiten. „Die Gruppengröße ist für unser Platzangebot ideal“, so Niekisch.

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