Kurzschnabeligel (Tachyglossus aculeatus)

Vorkommen
Australien und Ozeanien, Asien

Lageplan:

Systematik

Klasse
Säugetiere
Ordnung
Kloakentiere
Familie
Schnabeligel

Merkmale

Beschreibung
Kurzschnabeligel erreichen ein Körperlänge von 30-45 cm und ein Gewicht von 2-7 kg. Sie haben ein gedrungene Gestalt und kurze Beine, die unter dem Stachelkleid kaum zu sehen sind. Die Schnauze ist wie ein Schnabel geformt und gibt den Tieren ihren Namen. Die Mundöffnung am Ende des Schnabels ist sehr klein, durch die Öffnung strecken sie ihre lange Runde Zunge mit der sie Ameisen aufsammeln. Daher hat der Schnabeligel auch seinen lateinischen Namen 'Trachyglossus', was so viel bedeutet wie "Schnellzunge".
Schnabeligel haben keine echten Zähne, doch an der Zunge und dem Gaumen befinden sich verhornte Höcker mit denen sie ihre Nahrung zerquetschen können.
Ihnen fehlen auch Außenohren, hinter den Augen befinden sich nur schlitzförmige Öffnungen zum Mittelohr. Dennoch verfügen sie über einen gutes Gehör.
Verbreitung
Australien, Papua-Neuguinea, Tasmanien
Lebensraum
Diverse Waldgebiete, Savannen, trockene bis halbtrockene Gebiete und Regenwälder, sogar Agrarlandschaften
Lebensweise
Außerhalb der Paarungszeit sind Schnabeligel Einzelgänger. Nachts gehen sie auf Nahrungssuche. Mit ihren breiten Füßen graben sie dabei im Boden und suchen nach Ameisen und Termiten.
Bei Gefahr können sie sich innerhalb weniger Augenblick in den Boden eingraben, sodass dann nur noch der mit Stacheln besetzte Rücken heraus schaut. Können sie ich nicht eingraben, rollen sich zu einer stacheligen Kugel zusammen.
Im Zoo haben Kurzschnabeligel eine Lebenserwartung von über 50 Jahren.
In freier Wildbahn fressen sie hauptsächlich Ameisen und Termiten, im Zoo bekommen sie allerdings breiartiges Ersatzfutter.
Fortpflanzung
Zu Beginn der Paarungszeit wird ein einzelnes Weibchen von mehreren Männern über Tage hinweg verfolgt bis sie sich für eines davon entscheidet und mit diesem paart.
Kurzschnabeligel legen pergamentartige Eier. Ein Weibchen legt ein Ei pro Jahr und schiebt dieses sofort in ihren Bauchbeutel wo es ca. 10 Tage lang bebrütet wird. Der Beutel darf nicht mit dem eines echten Beuteltieres verwechselt werden. Es ist mehr eine Hautfalte, die der Schnabeligel durch Muskelanspannung bilden kann. Auch Männchen können einen solchen Beutel ausbilden.
Jungenaufzucht
Nach dem Schlüpfen ist das Jungtier gerade mal 147mm groß und der Körper ist teilweise durchsichtig. Im Beutel ernährt es sich von der Milch, die die Mutter über Milchdrüsenfelder abgibt. Mit seinen winzigen Vorderpfoten hält es sich an den Haaren im Beutel der Mutter fest. Die Jungtiere verlassen den Beutel ihrer Mutter nach etwa 7 - 8 Wochen, wenn die ersten Stacheln wachsen.
Besonderheiten zur Tierart
Die Kurzschnabeligel zählen zu den urtümlichsten Säugetieren, den Kloakentieren. Von ihnen gibt es nur noch drei lebende Arten. Die Kurzschnabeligel, die Langschnabeligel und das Schnabeltier. Dies sind die einzigen Säugetiere, die Eier legen.
Bedrohung
Rote Liste Status: Nicht gefährdet

Paten

Unsere Tierpaten
Meinolf Gockel
Dr. Stephanie Hehlgans
Patenschaftsbeitrag
200 Euro/Jahr
Zoo Frankfurt – Bernhard-Grzimek-Allee 1 – 60316 Frankfurt am Main Info-Line: +49 (0)69 - 212 337 35 - info.zoo@@stadt-frankfurt.de