Schopftinamu (Eudromia elegans)

Vorkommen
Südamerika

Lageplan:

Systematik

Klasse
Vögel
Ordnung
Steißhühner
Familie
Schopfsteißhühner

Merkmale

Beschreibung
Schopftinamus können eine Größe von bis zu 41 cm erreichen und ein Gewicht von maximal 800 g. Ihnen fehlt die hintere Zehe. Sie besitzen einen langen Schopf, der normalerweise rückwärts gerichtet ist und dessen Federn nach oben verdreht sind. Die Unterarten sind grob in drei Gruppen einzuteilen, in helle (Vorkommen im Norden), mittelbraune und dunkelbraune (im Süden) Tiere.
Verbreitung
Argentinien, Teile von Bolivien, Chile
Lebensraum
trockenes und halbtrockenes Grasland, trockene Savanne, offene Waldgebiete, kahle Hügel mit wenigen Büschen und Ackerland; örtlich in einer Höhe von bis zu 2500 m bis hinab auf Meereshöhe
Schopftinamus sind omnivor, das bedeutet, sie ernähren sich von allem: während der Sommermonate ernähren sie sich überwiegend von Insekten und im Winter von pflanzlichem Material (Körner, Früchte, Blätter und Knospen). Zur Nahrungsaufnahme stochern sie mit ihrem Schnabel auf dem Boden herum und nutzen ihn, wie Hühner ihre Füße nutzen, zum Umwühlen des Untergrundes.
Fortpflanzung
Die Brutsaison findet im Januar und August bis November statt. Der überwiegende Teil der Eier wird im Oktober abgelegt. Das Nest besteht aus pflanzlichen Materialien und befindet sich im Schutz von Büschen. Sukzessive Polyandrie (aufeinander folgende Vielmännerei der Weibchen) und simultane Polygynie (gleichzeitige Vielweiberei der Männchen) ist hierbei normal. Durchschnittlich werden 5 - 6 grüne oder gelb-grüne Eier, die wie Porzellan glänzen, abgelegt. Dabei kann es auch zu sog. Zweit- oder Austausch-Gelegen kommen. Nach 20 bis 21 Tagen schlüpfen die Küken.
Besonderheiten zur Tierart
Eine morphologische Besonderheit der Unterfamilie der Rhynchotinae, zu denen die Schopftinamus gehören, sind die Nasenlöcher, die sich an der Schnabelbasis befinden. Hierbei handelt es sich wahrscheinlich um eine Anpassung an die Art und Weise, wie sie mit ihrem Schnabel im Boden nach Futter suchen.
Bedrohung
Rote Liste Status: nicht gefährdet (Least Concern)

Paten

Patenschaftsbeitrag
100 Euro/Jahr
Zoo Frankfurt – Bernhard-Grzimek-Allee 1 – 60316 Frankfurt am Main Info-Line: +49 (0)69 - 212 337 35 - info.zoo@@stadt-frankfurt.de