Wildhund (Afrikanischer) (Lycaon pictus)

Lageplan:

Systematik

Klasse
Säugetiere
Ordnung
Raubtiere
Familie
Hunde

Merkmale

Beschreibung
Wildhunde haben eine Schulterhöhe von 60 - 80 cm.
Verbreitung
Südliches Afrika, Ostafrika
Lebensraum
Kurzgras-Steppe, Halbwüste, Buschsavanne bis in Höhen von ca. 3000 über Normalnull
Lebensweise
Afrikanische Wildhunde leben in einzelnen, kleineren Populationen.
Die Afrikanischen Wildhunde sind Fleischfresser. So ernähren sie sich beispielsweise von Gazellen, Gnus oder Zebras; je nach ökologischer Situation aber auch von kleineren Beutearten, wie Zwergantilopen, Hasen und sogar Eidechsen. Nur Aas fressen sie nie.
Fortpflanzung
Nur das dominante Weibchen pflanzt sich fort und bringt sechs bis acht (max. bis zu 16) Welpen nach einer Tragzeit von ca. 70 Tagen zur Welt.
Jungenaufzucht
Die ganze Gruppe, vor allem die dominanten Männchen, beteiligen sich an der Aufzucht. Ein Männchen kann bei der Geburt in der Wurfhöhle anwesend sein und hilft, die Jungen trocken zu lecken.
Besonderheiten zur Tierart
Afrikanische Wildhunde werden oftmals auch als Hyänenhunde bezeichnet. Da sie jedoch mit den Hyänen nicht näher verwandt sind, sollte auf diesen Namen verzichtet werden.
Die Art zählt zu den am höchsten entwickelten Tierarten im Hinblick auf die Komplexität ihres innerartlichen Sozialverhaltens. Die Koordination innerhalb einer Gruppe von bis zu 20 Tieren, etwa bei der gemeinschaftlichen Jagd oder der Aufzucht der Jungtiere, bedeutet ständige Interaktionen und wird durch außerordentliche Kommunikationsleistungen ermöglicht.
Bedrohung
Afrikanische Wildhunde sind aus ihrem Ursprungsgebiet verschwunden. Im Westen Afrikas sind sie ebenfalls schon fast ausgerottet, in Zentral- und Nordost-Afrika sind die Populationen stark minimiert. Die größte Population ist im südlichen Afrika und südlichsten Ost-Afrika vorzufinden.
In gut beobachteten Gebieten wird die Anzahl an frei lebenden Wildhunden auf 3.000-5.500 geschätzt, davon sind weniger als 2.500 Tiere im fortpflanzungsfähigen Alter (Stand: 2008 IUCN).
Die Populationen sinken immer weiter durch Konflikte mit Menschen und deren Haustieren, insbesondere in Hinblick auf Infektionskrankheiten (z.B. Staupe, Tollwut).

Rote Liste Status: EN - Stark gefährdet

Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt unterstützt Schutzprogramme für den Afrikanischen Wildhund.

Paten

Unsere Tierpaten
Gerlinde Borde-Kohl
Jürgen Busser
Heike Dittmar
Renate Dorsch
Alexander Feit
Jeannett Hédiart
Charlotte Lorenz
Gudrun Markert
Familie Rawohl
Maja Schreiber
Traudel Siewert
Alexander Ziemer
Patenschaftsbeitrag
165 Euro/Jahr inkl. 15 Euro für die ZGF

Tierhaltung

Besonderheiten
Die Zucht im großen Stil, wie in früheren Jahren üblich, kann aus Gründen der Tierhaltungsqualität sowie des Population-Managements dieser Art heute im Zoo Frankfurt nicht mehr zugelassen werden. Der Zoo Frankfurt hält daher zur Zeit nur eine kleine Gruppe genetisch überrepräsentierter Tiere, um dem Europäischen Erhaltungszucht-Programm (EEP) zusätzlichen Gehegeraum zur Verfügung zu stellen.
Zuchtprogramme
EEP seit 1992
Zoo Frankfurt – Bernhard-Grzimek-Allee 1 – 60316 Frankfurt am Main Info-Line: +49 (0)69 - 212 337 35 - info.zoo@@stadt-frankfurt.de