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Menschen im Zoo Frankfurt am Main

Prof. Dr. Manfred Niekisch leitet seit März 2008 den Zoo Frankfurt, den er zu einem modernen Naturschutzzentrum unter dem Leitspruch "Tiere erleben - Natur bewahren" entwickelt. Von 1998 bis 2008 hatte Prof. Dr. Niekisch die Professur "Internationaler Naturschutz" an der Universität Greifswald inne. Ehrenamtlich ist er ebenfalls im Natur- und Artenschutz engagiert, unter anderem als Präsident der Gesellschaft für Tropenökologie (gtö), als Vizepräsident der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und als Stiftungsratsvorsitzender der Tropenwaldstiftung OroVerde. 2008 wurde er zudem durch das Bundeskabinett in den Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) berufen. Im Publikationsverzeichnis von Prof. Dr. Manfred Niekisch sind seine zahlreichen Veröffentlichungen aufgelistet.

In der wissenschaftlichen Abteilung des Zoos arbeiten drei Kuratoren, die unter anderem die europäischen Erhaltungszucht-Programme kontrollieren und für die Führung der internationalen Zuchtbücher verantwortlich sind. Sie sind auch verantwortlich für eine artgerechte Haltung der Tiere nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. 

Giraffe Jambo beim Wiegen

Zwei Veterinärinnen kümmern sich um kranke und verletzte Tiere und untersuchen unsere Zootiere regelmäßig auch prophylaktisch. Zu ihren Aufgaben gehören der tägliche Rundgang durch den Zoo, um den Allgemeinzustand der Tiere zu beobachten und Auffälligkeiten sofort behandeln zu können.

Kranke Tiere werden meistens in der Veterinärstation auf dem Wirtschaftshof versorgt und in Quarantäne gehalten, wenn dies notwendig ist. Unsere Tierärztinnen sind außerdem gelegentlich Ansprechpartnerinnen für geschmuggelte Tiere und „blinde Tierpassagiere“ des Frankfurter Flughafens.  Allerdings hat der Zoo Frankfurt keine Kapazitäten für die Aufnahme von Wild- und Fundtieren oder Haustieren.

Weitere Bereiche sind die Pädagogische Abteilung, die Abteilung für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, die Verwaltung sowie die Betriebsabteilung. Der Betriebsleiter ist verantwortlich für den Tierpflegebereich, die Handwerker und die Gärtner, sowie für die Ausbildung und die Futterküche.

Chef unserer Tierpfleger ist der Oberwärter. Er kümmert sich um die Diensteinteilung der Pfleger und überwacht die Abläufe im Tierpflege-Betrieb. Er kontrolliert außerdem die Tierhäuser und schließt den Zoo.

Robbenfütterung (oben) und Futterzubereitung im Grzimekhaus (unten)

Wir haben derzeit insgesamt 12 Reviere:
Bärenanlagen, Katzendschungel, Grzimekhaus, Exotarium, Nashornhaus & Robbenklippen, Affenanlagen, Borgori-Wald, Afrikasavanne, Faust-Vogelhallen, Weiher, Giraffenhaus und Huftierrevier. Jeweils eine Reviertierpflegerin/ein Reviertierpfleger ist zuständig für die Organisation und Durchführung aller Arbeitsabläufe im Revier. Unterstützt wird sie/er dabei von den Tierpflegerinnen und Tierpflegern. Unsere Tierpfleger haben vielfältige Aufgaben: Säubern und Einrichten der Gehege und Häuser, Futterzubereitung, Fütterungen, medizinische Versorgung der Tiere - soweit dies nicht der Tierarzt übernehmen muss. Sie kümmern sich auch um den Tier-Nachwuchs.

Die Ausbildung eines Tierpflegers ist sehr vielseitig und umfasst alle Bereiche der modernen Tierhaltung, tiermedizinische Grundkenntnisse, Kenntnisse der Verhaltensbiologie und noch einiges mehr. Mehr Infos zum Beruf des Tierpflegers gibt es auf der Homepage des Berufsverbandes der Zootierpfleger unter www.zootierpflege.de.

Ein wichtiger Bestandteil unseres Betriebes ist die Futterküche: Alle Tiere im Zoo werden von der Futterküche auf dem Wirtschaftshof mit Futtermitteln versorgt. Der Arbeitstag in der Futterküche beginnt schon um 5.00 Uhr morgens, damit das Futter pünktlich um 7.30 Uhr ausgeliefert werden kann. Einige Futtermittel müssen gekocht, und die unterschiedlichen Futtermischungen für die Tiere mit den verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen vorbereitet und zusammengestellt werden. Da sich das Futterangebot und auch die Nahrungsansprüche der Tiere je nach Jahreszeit ändern, müssen die Mitarbeiter der Futterküche auch dies bei der Verteilung berücksichtigen.

Der Zoo hat eine eigene Werkstätten in denen Schlosser, Schreiner, Elektriker und Maler arbeiten. Hier werden Tiertransportkisten, kleinere und größere Reparaturen und bauliche Maßnahmen durchgeführt. 

Um unsere parkähnlichen Anlagen zu pflegen, hat der Zoo auch eine eigene Gärtnerei. Die Gärtner kümmern sich um die Pflege von ca. 2,6 ha Grünfläche mit Wiesen, Bäumen, Hecken und Blumenbeeten, Wasserpflanzen und Sukkulenten. Dazu kommen noch die vielen, vorwiegend tropischen Gewächse in den Tierhäusern. Um unansehnliche oder abgestorbene Pflanzen in den Gehegen und im Freiland durch neue ersetzen zu können, wird ein ausreichender Bestand in Gewächshäusern auf dem Wirtschaftshof herangezogen.

Zoo Frankfurt – Bernhard-Grzimek-Allee 1 – 60316 Frankfurt am Main Info-Line: +49 (0)69 - 212 337 35 - info.zoo@@stadt-frankfurt.de