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Okapi

(Okapia johnstoni)

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In Frankfurt hat die Okapi-Haltung eine lange Tradition. Bereits 1954 brachte Prof. Dr. Dr. Grzimek das erste Okapi in den Frankfurter Zoo und damit nach Deutschland. "Epulu" und die später eingeführte "Safari" waren die Stammeltern der Frankfurter Okapi-Zucht. Dieses Paar brachte allein 8 Jungtiere hervor. 1960 kam das erste Okapi-Jungtier in Frankfurt zur Welt. Insgesamt wurden bis heute 28 Jungtiere geboren.

Merkmale

Allgemeine Beschreibung (Größe, Gewicht, Farbe)
Okapis, auch Waldgiraffen genannt, sind mit einer Gesamthöhe von 1,80 m im Vergleich zu seinen bis zu sechs Meter hohen Verwandten der kleinste Vertreter der Giraffenfamilie.
Wie auch ihre großen Verwandten haben sie einen relativ langen und schlanken Hals und eine lange bläuliche Zunge, mit der sie Blätter und Triebe von Bäumen und Büschen zupfen. Ein besonderes Erkennungsmerkmal sind die zebraartig gestreiften Hinterläufe. Die restlichen Beine sind kontrastreich in dunkel mit weißer Zeichnung gehalten. Sie bieten im Wechsel von Licht und Schatten zwischen den Bäumen eine perfekte Tarnung. Okapis haben ein rötlich-braun bis fast schwarzes glänzendes Fell und ihre Wangen sind grau. Ihre Ohren sind groß und tütenförmig.
Sie haben eine Schulterhöhe von 1,50-1,80 m und ein Gewicht von 180-320 kg, wobei die Kühe im Schnitt etwas größer und schwerer als die Bullen sind. Auf der Stirn haben Bullen zwei bis zu 15 cm lange, behaarte Hörner, die sich mit etwa 2 Jahren ausbilden. Kühe haben diese Hörner nicht oder nur rudimentär.
Verbreitung
Waldgiraffen kommen aus dem tropischen Regenwald der Demokratischen Republik Kongo.
Lebensraum
In ihrem natürlichen Lebensraum bevorzugen Okapis dichtes Unterholz in Gewässernähe. Sie halten sich ungern in Sumpfwäldern, Galeriewäldern oder Wald-Savannen auf und meiden die Umgebung von Siedlungen.
Lebensweise
Über das Verhalten von Okapis in ihrem natürlichen Lebensraum weiß man wenig; verlässliche Bestandszahlen gibt es nicht, denn ihre Heimat ist einer der unzugänglichsten und gefährlichsten Orte der Welt: Seit Jahren ist die Region immer wieder Schauplatz für gewaltsame Konflikte, in denen bewaffnete Gruppen unter anderem um Bodenschätze kämpfen.
Was man weiß ist, dass sie tagaktive Einzelgänger sind, die im schummrigen Licht des Waldes nach Blättern und jungen Trieben suchen. In ihren Streifgebieten, die bei Weibchen 5 km und bei Männchen 12 km groß sein können, haben sie feste Laufwege die mit Urin markiert werden. Nur zur Paarungszeit treffen Kühe und Bullen aufeinander.
Nahrung
Okapis ernähren sich von Blättern, Knospen und Trieben von Busch und Baumsprösslingen.
Fortpflanzung
Nach einer Tragzeit von 15-16 Monaten (435-473 Tage) bekommen Okapis meist ein Jungtier. Dieses Jungtier wiegt 14-30 Kilo und ist ein Ableger, das heißt, sie liegen anfangs in einem gut versteckten Nest. Dieses verlässt es nur, um bei der Mutter zu säugen.
Besonderheit der Tierart
Wegen ihres zurückgezogenen Lebens wurden Okapis erst 1901 als letzte afrikanische Großtierart entdeckt.
Bedrohung
Seit 2013 werden Okapis auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „stark gefährdet“ (endangered) geführt.
Hauptursachen für den Bestandsrückgang sind der Verlust des Lebensraums durch menschliche Nutzung, der zunehmende Bevölkerungsdruck sowie die lokale Nachfrage nach „Bushmeat“, also dem Fleisch von Wildtieren. In Uganda sind Okapis bereits ausgerottet.

Bedrohungsgrad
Ungenügende Datengrundlage DD
Nicht gefährdet LC
Potentiell gefährdet NT
Gefährdet VU
Stark gefährdet EN
Vom Aussterben bedroht CR
In der Natur ausgestorben EW

Paten

Patenschaftsbeitrag
2.500 Euro im Jahr

Tierhaltung

Besonderheiten im Zoo Frankfurt (selten gezeigt, besondere Zuchterfolge)
1954 brachte Prof. Dr. Dr. Grzimek erstmals ein Okapi nach Deutschland. 1958 erhielt der Zoo Frankfurt als Geschenk zu seinem 100-jährigen Bestehen ein weiteres Tier. Das erste, aus dieser Verbindung entstandene Jungtier wurde 1960 geboren, viele weitere folgten. Bisher sind in Frankfurt 28 Okapis zur Welt gekommen.
Zuchtprogramme
Das EEP wird seit 1985 in Antwerpen geführt

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