Tiere von A-Z
Achatschnecke
(Lissachatina fulica)
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Zooplan
Achatschnecken gelten bei manchen Feinschmeckern als Leckerbissen, andererseits aber auch auf Pflanzungen als Schädlinge. Verschleppt in andere Länder werden sie sogar zum Problem für dort heimische Schneckenarten.
Merkmale
- Allgemeine Beschreibung (Größe, Gewicht, Farbe)
- Große Achatschnecken haben eine Gehäusegröße von bis zu 15 cm, meist aber um die 10 bis 12 cm. Das Haus ist länglich und zur Gehäusespitze hin verläuft es spitz. Die Gehäusespitze und der Gehäuseeingang sind weiß bis beige. Diese Art gibt es in einigen Farbvariationen. In der Wildform sind der Fuß – der Körper der Schnecke – und das Haus Braun. Sonst gibt es sie auch mit hellem Fuß und dunklem Haus oder umgekehrt, genauso wie gänzlich hell.
- Verbreitung
- Ursprünglich kommen sie aus Ostafrika, haben sich jedoch aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit in vielen Teilen der Welt verbreitet.
- Lebensraum
- Sie halten sich in warmen, feuchten Gebieten auf und leben in einer Vielzahl von Habitaten. Sie kommen in Wäldern, landwirtschaftlichen Gebieten und sogar in städtischen Gebieten vor. In ihrer ursprünglichen Heimat Ostafrika bewohnen sie die feuchten Wälder und Grasländer, aber sie haben sich gut an eine Vielzahl von Umgebungen angepasst.
- Lebensweise
- Große Achatschnecken werden oft als Einzelgänger angesehen; dennoch trifft man sie an Nahrungsquellen und zur Fortpflanzungszeit in Gruppen. Sie kommunizieren hauptsächlich über chemische Signale und können eine Vielzahl von ihnen in der Umgebung wahrnehmen, einschließlich Pheromone, die von anderen Schnecken ausgeschieden werden. Diese Signale werden zur Nahrungs- und Partnersuche sowie zur Feindvermeidung genutzt. Achatschnecken sind mehr oder weniger nachtaktiv und graben sich tagsüber ein oder verstecken sich (Grund dafür ist Schutz vor Austrocknung und/oder Feinden). Sie sind vor allem aktiv bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen. Während unserer Wintermonate halten sie eine sogenannte Trockenruhe aufgrund der großen Hitze in den Heimatländern. Diese ist vergleichbar mit dem Winterschlaf. In diesen Monaten sind sie weniger aktiv und fressen kaum. Oft bilden sie einen Kalkdeckel auf dem Gehäuse um dieses zu verschließen und die Schnecke feucht zu halten. So schlafen sie oft mehrere Monate.
- Nahrung
- Auf dem Speiseplan der Schnecken steht so ziemlich alles, bevorzugt fressen sie jegliche Art an Gemüse, Kräutern und Obst.
- Fortpflanzung
- Bei Großen Achatschnecken hat jedes Individuum sowohl weibliche als auch männliche Fortpflanzungsorgane. So können sie sich auch ohne Partner fortpflanzen. Sie haben eine Gelegegröße von bis zu 500 Eiern, diese sind vier bis fünf Millimeter groß. Nachdem die Eier in der Erde abgelegt wurden, dauert es nur ein bis zwei Wochen bis sie schlüpfen. Mit fünf bis sechs Monaten sind sie dann geschlechtsreif.