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Kurzschnabeligel
(Tachyglossus aculeatus)
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Zooplan
Kurzschnabeligel, auch Ameisenigel genannt, gehören zu den eierlegenden Säugetieren.
Merkmale
- Allgemeine Beschreibung (Größe, Gewicht, Farbe)
- Kurzschnabeligel erreichen eine Kopf-Rumpflänge von 40 bis 50 cm und werden 2 bis 7 kg schwer. Dabei ist ihre Gestalt igelartig, plump und gedrungen. Neben der stark behaarten Körperoberfläche, erkennt man sie vor allem an den kräftigen, in den Spitzen heller werdenden Stacheln auf ihrer Oberseite. Ihre Schnauze ist lang, röhrenartig und zahnlos. Das Sammeln von Nahrung gelingt mithilfe ihrer langen, wurmförmigen und klebrigen Zunge, die sie bis zu 100-mal pro Minute herausschnellen lassen können. Kurzschnabeligel haben keine Ohrmuscheln und einen Stummelschwanz. Sie bewegen sich vierfüßig fort; ihre Krallen, von denen die zweite Fußkralle zu einer Putzkralle ausgebildet ist, sind kräftig. Zusätzlich haben Männchen einen Sporn am Fersenbein.
- Verbreitung
- Ihre Heimat ist Australien sowie Papua-Neuguinea und Tasmanien.
- Lebensraum
- Dort leben sie in unterschiedlichen Lebensräumen wie offene Waldlandschaften und Agrarlandschaften.
- Lebensweise
-
Kurzschnabeligel sind tag- und dämmerungsaktiv und können auch nachts unterwegs sein. Außerhalb der Paarungszeit, in der jeweils mehrere Männchen einem Weibchen folgen und lockere Gruppen bilden, sind sie Einzelgänger.
Bei Gefahr können sie sich senkrecht in der Erde eingraben und ihre Stacheln spreizen, wodurch sie fast unangreifbar werden.
Ameisenigel können in einen Zustand der Kältestarre verfallen. Dabei verlangsamt sich ihr Stoffwechsel und sie werden inaktiv. Dieser Zustand ähnelt dem Winterschlaf, ist aber nicht identisch damit. Dieser Zustand wird als Torpor bezeichnet und kann von wenigen Stunden bis zu mehreren Wochen dauern. - Nahrung
- Sie ernähren sich hauptsächlich von Termiten und ihren Larven, fressen aber auch Ameisen sowie die Eier und Larven anderer Insekten.
- Fortpflanzung
- Drei bis vier Wochen nach der Paarung, die von Juni bis Mitte September stattfindet, findet die Eiablage statt. Von dieser Eiablage gibt es bislang keine wissenschaftlich untermauerten Beobachtungen. Möglicherweise bugsiert das Weibchen das knapp zwei Gramm schwere Ei im Sitzen in ihren Beutel. Dort schlüpft dann nach ca. zehn Tagen das 13 bis 15 Millimeter lange Jungtier. Mit Hilfe seiner gut entwickelten Krallen bewegt sich der Winzling zu den Milchdrüsen, die nicht als Zitzen, sondern als eine Drüsenfläche ausgebildet sind. Das Jungtier nimmt rasend schnell zu und wiegt nach zwei Monaten bereits 400 Gramm. Dementsprechend viel Futter muss das Muttertier in dieser Zeit aufnehmen. So legt es auf der Suche nach Nahrung bis über drei Kilometer während der Aktivitätsphase zurück. Am Ende des zweiten Lebensmonates entwickelt sich das Stachelkleid des Jungtiers. Dann legt die Mutter den noch unselbständigen Nachwuchs in einer Höhle ab und besucht ihn noch mehrere Monate lang regelmäßig zum Säugen. Der heranwachsende Ameisenigel ist in der Höhle durch Eidechsen, Schlangen, Füchse, Hauskatzen und -hunde gefährdet.
- Besonderheit der Tierart
- Da sie keine Schweißdrüsen besitzen, sind sie hitzeempfindlich. Außerdem besitzen sie keine Zitzen, sondern eine Drüsenfläche mit 100 bis 150 Poren, von der das Jungtier die Milch ableckt. Kurzschnabeligel gehören zu den eierlegenden Säugetieren und besitzen wie Vögel und Reptilien eine Kloake. Sie haben aber noch weitere anatomische und physiologische Besonderheiten gemeinsam mit Reptilien, darunter das Legen und Ausbrüten von Eiern sowie der Aufbau ihres Schädels, ihres Skeletts, ihres Gehirns, ihres Auges, ihres Magens und ihres Herzens. Mit Säugetieren teilen sie die Merkmale der Behaarung, eine weitgehend gleichbleibende Körpertemperatur und die Schallübertragung des Mittelohrs. Darüber hinaus besitzen sie keine Verdauungsdrüsen, weshalb ihr Darmtrakt extrem lang ist.
- Bedrohung
- Kurzschnabeligel werden von der IUCN Red List als „nicht gefährdet“ gelistet.
- Bedrohungsgrad
-
Ungenügende Datengrundlage DDNicht gefährdet LCPotentiell gefährdet NTGefährdet VUStark gefährdet ENVom Aussterben bedroht CRIn der Natur ausgestorben EW
Paten
Dr. Stephanie Hehlgans
Christina Seidel
Christina Seidel
- 200 Euro/Jahr
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