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Naturwald-Entwicklung im Wispertaunus

Naturwälder sind nicht nur wunderschön, sie leisten auch einen wichtigen Beitrag für uns Menschen: als Naherholungsgebiete, die es uns erlauben, ganz in sie einzutauchen und uns vom oft hektischen Alltag zu erholen. Sie helfen, Artenvielfalt zu erhalten und den Klimawandel abzumildern. Der Wissenschaft dienen solche Naturwälder außerdem als Freilandlabor, in dem ökologische Prozesse ungestört ablaufen und erforscht werden können. Vom hessischen Wispertaunus bis ins Rheingaugebirge erstreckt sich ein besonders großer Wald ohne Autobahnen und Bundesstraßen. Mit knapp 22.000 Hektar - das ist fast so groß wie Frankfurt - ist es der größte unzerschnittene Wald Hessens. In den alten Buchen- und Eichenwäldern leben viele seltene Arten wie Schwarzstorch, Bechsteinfledermaus, Wildkatze, Mittelspecht und Feuersalamander. Einige Bereiche im hessischen Landeswald werden nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt. Sie dürfen sich nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickeln und zu Naturwäldern werden.

Damit Wildnis in Deutschland eine Zukunft hat

Ziel des Projekts der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) im Wispertaunus ist es, diese Naturwälder zu vergrößern und miteinander zu vernetzen. Gemeinsam mit interessierten Waldbesitzern und den Förstern vor Ort identifiziert die ZGF Waldflächen, in denen es besonders viele alte Bäume gibt und die sich daher besonders gut als Naturwälder eignen. Sie sollen ein Naturwaldverbund werden. Davon profitiert die Artenvielfalt der Waldbewohner. Menschen sind weiterhin eingeladen, diese Naturwälder zu besuchen und – mit etwas Glück – auch einige ihrer Bewohner, beispielsweise die Wildkatze, zu entdecken.

Das macht die ZGF:

  • Die ZGF kauft Waldflächen oder den dauerhaften forstlichen Nutzungsverzicht von privaten oder kommunalen Waldeigentümern, damit ein großer Naturwaldverbund entstehen kann.
  • Gemeinsam mit den Förstern arbeitet die ZGF an Konzepten zur naturnahen Wiederbewaldung von Sturmflächen/Freiflächen im Wirtschaftswald.
  • Gemeinsam mit den Jagdpächtern und Waldeigentümern wird ein Konzept zum Wildtiermanagement entwickelt, um Rückzugsorte für die Tiere zu schaffen, an denen sie ungestört sein können.
  • Quellen, Bäche und Uferbereiche im Wald werden renaturiert, indem z. B. Einfassungen und Hindernisse aus Beton entfernt werden, damit Fische ungestört die Bachläufe durchschwimmen können.
  • Forscher untersuchen die Entwicklung von Tieren und Pflanzen, gehen beispielsweise der Frage nach, wie viele Käfer aus sogenannten „Urwaldreliktarten“ in den Naturwäldern vorkommen. Diese Käferarten kommen in besonders ursprünglichen Wäldern mit vielen alten und zerfallenen Bäumen vor.

Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) ist eine internationale Naturschutzorganisation mit Sitz in Frankfurt. Sie betreibt Projekte in Afrika, Südamerika, Südostasien und Europa.

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