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Jede Menge Geflügel – drei bedrohte Gänse- und Entenrassen sind im Zoo Frankfurt eingezogen

Letzte Woche sind siebzehn neue Wasservögel im Zoo Frankfurt eingezogen: Pommernenten, Deutsche Pekingenten und Emdener Gänse bereichern den Tierbestand und machen auf bedrohte Nutztierrassen aufmerksam.

Heimisch, gefiedert und bedroht sind die Neuzugänge im Frankfurter Zoo. Die Deutsche Pekingente (Anas platyrhynchos f. domestica) und die Pommernente (Anas platyrhynchos f. domestica), beides domestizierte Formen der Stockente, sowie die Emdener Gans (Anser anser f. domestica), eine domestizierte Form der Graugans, sind ab sofort am Großen Weiher und auf der Stelzvogelwiese gegenüber den Giraffen zu sehen.

„Es ist schön, dass nun wieder mehr Leben auf den Großen Weiher zurückkehrt und durch die Auswahl der Arten der Fokus auf bedrohte heimische Nutztierrassen gelegt wird – ein oft wenig beachteter Aspekt“, so Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft und führt weiter aus: „Die Pommernente gilt in der Roten Liste einheimischer Geflügelrassen als gefährdet, Emdener Gans und Deutsche Pekingente werden auf dieser sogar als stark gefährdet geführt.“

Ungewöhnlich ist auch der Weg, den die Vögel nach Frankfurt genommen haben: „Statt wie üblich aus einem anderen Tierpark, stammen unsere neuen Gänse und Enten von privaten Züchtern. Ricarda Athey aus Groß-Umstadt und Johannes Unger aus Fürth-Brombach haben uns die Tiere dankenswerter Weise als Schenkung zur Verfügung gestellt“, erklärt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger.

Bei der Vermittlung bekam der Zoo Unterstützung vom Landesverband der Rassegeflügelzüchter Hessen-Nassau 1906 e.V., dem Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e.V. (BDRG) sowie des Nutztierrassen-Projektes des VdZ (Verband der Zoologischen Gärten e.V.) und des Tierparks Arche Warder e.V., die sich gemeinsam für den Erhalt gefährdeter Nutzgeflügelrassen einsetzen. Dabei wurde darauf geachtet, dass es sich sowohl um bedrohte, als auch um flugunfähige Rassen handelt, um eine sichere Haltung auf den offenen Anlagen im Zoo zu gewährleisten. Während die vier Pommernenten und die drei Emdener Gänse, übrigens eine der ältesten und schwersten unter den bekannten Nutzgeflügelrassen in Deutschland, nun mit den Rosapelikanen auf dem Großen Weiher zusammenleben, teilen sich die zehn Deutschen Pekingenten eine Anlage mit den Mandschurenkranichen sowie jeweils einem Chinesischen Muntjak und einem Schopfhirsch.

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