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Menschen im Zoo

Seit 2018 ist Dr. Miguel Casares Direktor des Frankfurter Zoos. Der gebürtige Spanier studierte Veterinärmedizin und hat seine Promotion an der Universität Zürich abgeschlossen. Im Laufe von 21 Jahren führte ihn sein Berufsweg durch zahlreiche zoologische Gärten und Einrichtungen im In- und Ausland, darunter insbesondere die Schweiz und Spanien. Neben dem Aufbau des Tierparks in Valencia war er maßgeblich an der Entwicklung der Zoologischen Gärten in Benidorm (Spanien) sowie Casablanca (Marokko) beteiligt.

Wissenschaftliche Abteilung

In der Wissenschaftlichen Abteilung arbeiten drei Kurator*innen und ihre Assistent*innen. Sie sind für den Tierbestand des Zoos verantwortlich. Im Zoo sind sie die Schnittstelle zu den internationalen Erhaltungszucht-Programmen. Einige Zuchtbücher werden auch in Frankfurt selbst geführt, so zum Beispiel das der Socorro Taube. Die Abteilung ist auch verantwortlich für eine artgerechte Haltung der Tiere nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. 

Zwei spezialisierte Zootierärztinnen kümmern sich um kranke und verletzte Tiere sowie die Gesundheitsvorsorge. Patienten werden meistens direkt im Gehege oder in der Veterinärstation des Zoos behandelt und wenn nötig in Quarantäne halten. Unsere Fachtierärztinnen versorgen gelegentlich auch vom Zoll beschlagnahmte Tiere und „blinde Tierpassagiere“ vom Frankfurter Flughafen. Wild- und Haustiere dürfen von unseren Veterinärinnen zum Schutz unseres Tierbestandes nicht aufgenommen oder behandelt werden.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Bildung und Vermittlung, Verwaltung

Damit ein Zoo funktioniert, bedarf es noch vieler weiterer Fachbereiche. Die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist zum Beispiel zuständig für die Kommunikation mit unterschiedlichen Zielgruppen, koordiniert Werbemaßnahmen und organisiert Veranstaltungen. Die Abteilung Bildung und Vermittlung ist u.a. für die Führungen sowie für die Gehege- und Informationsbeschilderung im Zoo verantwortlich. Die Verwaltung ist u.a. zuständig für Personal und Finanzen. 

Logistik und Betriebstechnik

Der Bereich Futtermittellogistik versorgt alle Tiere des Zoos mit den unterschiedlichsten Futtermitteln. Einige Futtermittel müssen gekocht und die unterschiedlichen Futtermischungen für die Tiere mit den verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen vorbereitet und zusammengestellt werden. Da sich das Futterangebot und auch die Nahrungsansprüche der Tiere je nach Jahreszeit ändern, müssen die Mitarbeiter*innen der Futtermittellogistik auch dies bei der Verteilung berücksichtigen.

Der Zoo hat außerdem eigene Werkstätten: eine Schlosserei, eine Schreinerei, eine Elektro-Werkstatt, eine Werkstatt für Installation und eine Malerwerkstatt. Hier werden u. a. Tiertransportkisten gebaut sowie Reparaturen und bauliche Maßnahmen durchgeführt. 

Um unsere parkähnlichen Anlagen zu pflegen, hat der Zoo auch eine eigene Gärtnerei. Die Gärtnerei kümmert sich um die Pflege von ca. 2,6 ha Grünfläche mit Wiesen, Bäumen, Hecken und Blumenbeeten, Wasserpflanzen und Sukkulenten. Dazu kommen noch die vielen vorwiegend tropischen Gewächse in den Tierhäusern. Um unansehnliche oder abgestorbene Pflanzen in den Gehegen und im Gelände durch neue ersetzen zu können, wird ein eigener Pflanzenbestand in Gewächshäusern auf dem Wirtschaftshof herangezogen.

Tierpflege

Die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zoos arbeiten in der Tierpflege. Die Leitung Tierpflege kümmert sich um die Diensteinteilung und die Abläufe im Tierpflege-Betrieb.

Im Zoo Frankfurt gibt es acht Reviere. Die Revierleitungen sind zuständig für die Organisation und Durchführung aller Arbeitsabläufe im Revier. Unterstützt werden sie dabei von den Tierpflegerinnen und Tierpflegern. Diese haben vielfältige Aufgaben. Dazu gehören: Säubern und Einrichten der Anlagen, Futterzubereitung, Fütterungen, Tierbeschäftigung sowie die medizinische Versorgung der Tiere in Abstimmung mit den Veterinärinnen. 

Die Ausbildung zur Tierpfleger*in ist sehr vielseitig und umfasst alle Bereiche der modernen Tierhaltung, tiermedizinische Grundkenntnisse, Kenntnisse der Verhaltensbiologie und noch einiges mehr. Mehr Infos zum Beruf des Tierpflegers gibt es auf der Homepage des Berufsverbandes der Zootierpfleger unter www.zootierpflege.de.

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